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Projekt | Jüdischer Friedhof Vöhl
Projekt | Jüd. Friedhof Vöhl
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Leistungsspektrum

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Konzept
Wir denken mit

Konzeptionelle Standards

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Sammlung und Sichtung von Daten
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Anpassung an Örtlichkeiten
-
Vorentwürfe | technisch/grafisch
-
Didaktik und Inhalt

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Auflistung aller Namen im Blocksatz zeilengleich und ohne Einrückung
-
Konzept der Fehlstellen ohne Kompromisse als echter Negativform der Steinumrisse
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Auffächerungsidee dreier Tafeln mit vielfachen Schattenwurf
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Adäquate örtliche Einbindung auf dem Friedhof in harmonierender Beton-Eisen-Optik
-
Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Grafik
Real und Digital

Grafische Standards

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Entwurf von Grafiken und Logos
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Aufarbeitung von Karten
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Bildbearbeitung von Fotos
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Adobe, Quarks, Rhino etc.

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Übernahme visueller Steinformen direkt vom Friedhof
-
Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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CAD
Im Maßstab 1:1

Konstruktive Standards

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Konstruktion Metall- und Holzbau
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Entwicklung von Verankerungs- und Montagekonzepten
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Kontrolle von Netzpläne Wasser|Strom|Telefon
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CAD CAM, 2D & 3D

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Herstellung aller Daten für den Brennschnitt der Stahlplatten
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Verbindungskonzept der Platten durch Stehbolzen
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Anpassung der Plattenkonturen an die Geländesenkung über die Aufstellungsbreite
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Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Satz & Text
Spationierung, Kerning & Aussagetransport

Unser Satzverständnis

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Regidierung von Satz und Text
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Anpassung an Ausgabeformate
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Unterstützung Prepress-Bereich
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Ausformulierung pragmatisch, leger oder progressiv

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Spationiernung durch verschiedene Buchstabenabstände auf Zeilengleichheit
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Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Reliefguss
Feinster Beton

Reliefguss in Beton

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Reliefierung und Guss spezieller Betonformen
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Durchfärbung & Schutzlackierung von Beton-Oberflächen
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Konstruktive Anschlüsse

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Verstellbare Eingussanker zur Justage der 4mm-Abstände zwischen den Platten
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Blinde Hängung (unsichtbar)
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Guss des Betons auf Glasplatten
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Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Metallbau
Aus unserer Schmiedewerkstatt

Metallbau generell

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Säge- und Brennzuschnitt
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Nietung, Schraubung & Schweißung Weiß/Schwarzstahl
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Plattformen, Geländer und Traversen
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Rostschutz, Anrostung, Lackierung & Verzinkung

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

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Herstellung aller Verbindungsbolzen
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Deckungsgleiche Verbohrung
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Sandstrahlen der Stahlplatten mit gesteuerter chemischer Anrostung
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Schwarz-Weiß-Verbindung (V4A / S355) im Sockelbereich für Standfestigkeit
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Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Fundament
Hacke, Schaufel & Bagger

Bauliche Standards

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Anriss von Fundamentaushebungen
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Verschalung und Fundamentguss
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Herstellung geeigneter Fundamentanker
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Koordination von Aushubarbeiten

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

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Herstellung einer maßstabsgetreuen Aushubschablone
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Herstellung einer genauen Schalungsschablone
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Minimalinvasive Aushublöcher in Anbetracht der Friedhofsruhe
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Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Montage
Gründen und Ankern

Montage Standards

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Montage durch Dübel, Klemmung, Klebung oder Injektion
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Diebstahlgeschützte Montagelösungen
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Montagerückbaukonzepte in denkmalgeschützen Bereichen

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Stellung des Denkmals lotrecht bzw. hanganschmiegend
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Einguss der Sockelständer mit Maschinesockelbeton
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Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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Holz
Sägen, Fräsen, Schleifen & Fügen

Holzbearbeitung generell

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Holzverarbeitung in eigener Holzwerkstatt
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Einsatz eigens konstruierter Maschinen
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Massivholz und Sandwichkonstruktionen

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Verleimung einer astreinen Eichenbohle aus Streifensegmenten
-
Werkstattleistungen

Leistungsspektrum

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CNC
Der Tausendsassa im Formenbau etc.

Maschinengestützte Fertigung

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CNC-Bearbeitung in 4 Achsen
-
Kluge Substituierung der handwerklichen Arbeit
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Auch mit Laserkopf für Beschriftung und Feinschnitt

Projektbezogene Leistung - Jüdischer Friedhof Vöhl | Leerstellen

-
Brennfreie Fräsung in Stirn- und Querholz
-
Scharfkantig ausrissfreies Fräskonzept
-
Werkstattleistungen
Einleitung
Clients
Leerstellen
Jüdischer Friedhof Vöhl
  • Projekt
  • Oktober 2023
  • Vöhl
Gedenktafel | Skulpturprojekt in Vöhl
LEADER-Projekt - Region Kellerwald-Edersee
Werkstatt-Leistungen
Jüdischer Friedhof in Vöhl
Sanfte Präsenz

Die Gedenktafel in Beton auf Eisenblech wurde direkt auf dem jüdischen Friedhof aufgestellt.
Es wurde ein Platz am Rand ausgewählt, der zu den stehenden Grabsteinen hinweist und in die Hanglage eingebettet ist.

Was jetzt fehlt. Und das, was nie fehlen kann
Gestalterischer Tunnel

Diese beiden Aspekte umspannen unsere Gestaltungsidee: Mit dem Ergebnis der Grabsteine als Negativform in einer Stahlfläche zum einen und zum anderen deren Zusammenhalten mit einem umlaufenden Band aus Beton, das die dinglich nicht auslöschbaren Namen der Bestatteten im Relief trägt.

O-Ton: Konterkarierung im Jetzt
"Wir werden nun eine Erinnerungstafel mit den Namen, Geburts- und Sterbedaten der 160 dort bestatteten Jüdinnen und Juden aufstellen. Damit konterkarieren wir die Absicht der Nazis, die Erinnerung an die deutschen Juden für alle Zeit auszulöschen." [Textauszug aus der Einladung zur Einweihung]

Was da gewesen ist
Gedenktafel
Ein Projekt auf Initiative des Förderkreises der Synagoge Vöhl e.V. durch Karl-Heinz Stadtler u.a.

Impuls aus der polnischen Stadt Dobra
Ende 2022 trat der Vorsitzende der Förderkreises der Synagoge Vöhl e.V., Karl-Heinz Stadtler an uns heran: Er hatte wenige Monate zuvor, im westlichen Polen, in der Stadt Dobra, an einer Führung des örtlichen Schulleiters auf dem dortigen jüdischen Friedhof teilgenommen. Dieser Friedhof war von den Nationalsozialisten komplett eingeebnet worden – kein Grabstein war mehr vorhanden. Unter Federführung der Schule dieses Schulleiters hat man die Geburts- und Sterbedaten der dort bestatteten Juden ermittelt und auf einer großen Tafel platziert (siehe Bild rechts).
Gleiches Schicksal in Vöhl
Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde auch der Vöhler Friedhof eingeebnet, die Grabeinfassungen und Steine wurden als Baumaterial zur freien Verfügung an einer Straße deponiert. Dann, nach dem Krieg, im Jahre 1945, wurden die Steine, die noch vorhanden waren, auf dem Vöhler jüdischen Friedhof wieder aufgestellt. Durch jahrzehntelange Vorarbeit hatte Karl-Heinz Stadtler ebenso die Namen und Daten der dort Bestatteten in großem Umfang ermitteln können. Darum schwebte es dem Förderkreis nun vor, ein ähnliches Projekt am dortigen Friedhof umzusetzen.

Vorderansicht
Tafel auf dem jüdischen Friedhof im polnischen Dobra
Foto: Karl-Heinz Stadtler

Eine Namensliste
Start des Projektes war die Übermittlung der Namen als Liste mit einer Anfrage-E-Mail.
In einem kurz darauf folgenden Termin machten wir uns mit dem Ort vertraut und fanden genau alles vor, wie zuvor ungesehen ausgemalt.
Vertrauensvorschuss & freie Hand
Nach einem raschen Vorentwurf überzeugte unser Konzept vollends und wir genossen freie Hand in allem weiteren Vorgehen. Denn zum Förderverein besteht seit vielen Jahren ein sehr gutes Verhältnis auf vielen Ebenen - wir konnten in bisher jedem Fall voll überzeugen und genießen ein hohes Vertrauen.

Letztlich entsprach die Ausführung dem groben Vorentwurf in Gänze, was auch der Auftraggeber in der Einweihungsrede unterstrich: "Das, was nun hier steht, entspricht eigentlich genau dem, was uns Christian Schnatz eingangs skizzierte."
In unserer ersten Antwort-E-Mail auf die Anfrage von Karl-Heinz Stadtler nach wenigen Stunden stand im Grunde schon unser Konzept. Der besagte Vorentwurf dazu folgte wenige Tage später (siehe Bild rechts).

Vorderansicht
Förderkreis "Synagoge in Vöhl e. V."

Mittelgasse 9
34516 Vöhl

Ansprechpartner:
Karl-Heinz Stadtler und Philipp Wecker (Vorstand)

Weiterführende Links
>> Webseite | Förderkreis Synagoge in Vöhl
Skulptur
Dem Fehlen eine Gestalt geben
Sichtbar machen, was nicht da ist
Skulptur
Gedenktafel auf dem jüdischen Friedhof in Vöhl
Foto: Ulrich Müller
Wie ein unbeschriebenes Blatt
Ein stiller Informationsträger

Stelen eignen sich in ihrer Schlichtheit ideal für den Transport von Informationen - sie treten ganz in den Hintergrund und schaffen eine simple Präsenz, die nicht mit dem Inhalt konkurriert.

Geometrische Nüchternheit

Höhe, Tiefe, Breite und dazu ein Werkstoff.
Die Quaderform ist unschlagbar, unverspielt und technisch gut umsetzbar. Bei diesem Projekt fiel unsere Wahl auf ein Format, dass kommunikativ den Raum eines Menschen beschreibt (185x50x15cm). Der Werkstoff ist Corten-Stahl, der sich ausgezeichnet im Außenbereich eignet, ab einem Status nicht mehr korrodiert* und als angenehmer Kontrast zum hellen Grau der Betontafeln harmoniert.

Die Macht der Kombination

Stelenensemble - ein ungewöhnliches Wort für aufgefächerte Information.
Nebeneinander gruppierte Stelen fassen verschiedenerlei Daten einmütig zusammen und sind so eine gute Basis für vielschichtige Projekte.

)*Aktuell ist dieser Status nicht erreicht. Wegen des Termins bestand nicht die Möglichkeit eines "Vorrostens".

Vorderansicht
Der öffentliche Raum
Verkehrssicherungspflicht

Bei Projekten im öffentlichen Raum stellt sich die Frage nach der Sicherheit. Und hier kann insbesondere die Stele punkten:
Sie ist bei diesem Projekt in der Ausführung von 4-6mm Blechstärke ohne technische Hilfsmittel wie Kran etc. gut handhabbar und kann sicher und standfest verankert werden.
Die Befestigungsschrauben können als Sonderschrauben ausgelegt werden, so dass eine Demontage erschwert oder völlig verhindert wird.
Bei bodengleicher Fundamentform ist die Stele komplett rückbaubar. Mit Fundamentschraubankern ist sie sogar wiederholt temporär einsetzbar.

Perfekte Justage

Hierauf sind wir besonders stolz: die Montage der Stelen über ein verschraubbares Inlay - zuerst mit Distanzstücken montiert perfekt in Höhe und Lot eingestellt, dann demontiert und fest mit den Bodenankern verschraubt. Zum Schluss wird der Stelenkörper aufgesetzt und alles sicher fixiert.

Korrosion

Alle Werkstoffe sind gut aufeinander eingestellt, was Kontaktkorrosion angeht. Stehende Wasserflächen werden vermieden. Durch Wahl von V4A-Stählen und Schrauben, teilweise mit Kunststoff entkoppelt, gibt es auch in der weiteren Zukunft keine Probleme.

Relieftafeln
Tafeln aus Beton mit Schriftrelief

Wenn eine Beschriftung wirklich lange halten soll, ist eine Einprägung der Lettern in eine robuste Oberfläche erste Wahl. Am besten in Bronze oder Stein. Für einen Kontrast verfüllt man eine witterungsfeste Farbe in diese Einprägungen und sorgt für gute Haftung zwischen Farbe und Oberfläche - fertig.
Richtig gemacht hält das Jahrzehnte.

img2plate
Robust +++ (HPC)

Statt Stein: High-Pressure-Concrete mit Druckfestigkeiten jenseits der 100N/mm² und kaum Wassereindringtiefe - die beste Beton-Basis für Reliefs.

Vorderansicht
Beton mit höchster Abbildungsleistung
Für unsere Projekte verwenden wir einen speziellen, hochfesten Beton, der in seiner Oberfläche haarscharf abbilden kann. Die Abbildungsleistung wird lediglich durch den Formenbau beschränkt.
Die Verarbeitung erfordert spezielle Mischsysteme und ausgeklügelte Entlüftungsstrategien. Mehr dazu finden Sie in dem Unterpunkt Beton - Schablonentechnik.
Vorderansicht

Haarfein - Ausgelegtes Farbrelief im Detail

Vertikale Mischung Schichtungszone Scherungszone Horizontale Mischung V V - V +

Spezielle Mischverfahren für HPC-Betone

Ordentliche Handarbeit

Das in den Beton eingegossene Relief wird mit einem Pinsel mit Farbe* betupft. Nach Trocknung wird die überschüssige Farbe mit einem Zieheisen abgeschabt.
[siehe Bild oben mit Vorher-Nachher-Option]

In nachfolgenden Prozessen werden letzte Farbreste auf der Oberfläche noch nass verschliffen und Glanzunterschiede in der Betonoberfläche mit sanftem Säureeinsatz homogenisiert.
[siehe Bild unten]

Pures Understatement
Das, was am Ende so klar und einfach daherkommt, benötigt einiges an Tricks und Kniffen, damit es so schön schlicht, robust und vor allen Dingen scharf konturiert ist.

Wir haben hier mehr Informationen dazu. Wir haben hier mehr Informationen dazu.

)* Alkydfarbe, mit metallischen Pigmenten eingefärbt

Vorher Nachher
Betupfen
Abziehen
Vorderansicht
Nass verschleifen
Nichts von der Stange

Die Schrifttafeln mussten für dieses Projekt einige Eckpunkte erfüllen. Das erfüllten wir durchweg mit eigenen Lösungen, komplett aus unserer Werkstatt.

-
Spiegelglatte Oberfläche
Guss auf Glasplatte
-
Abstandslose Montage
Versenktes Montagesystem
-
Präzise Ausrichtung
Justierbare Aufhängungen
-
Robust bruchsicher
Armierung mit Karbonfasern

In den Eindrücken rechts finden Sie Fotos aus dem Prozess mit kurzen Beschreibungen.
Nutzen Sie gern den Bildlaufregler oder die Pfeile.

Mit diesem Schieber können Sie die Fotos individuell ablaufen lassen.
Im Pause-Modus können Sie bequem die Pfeile unter dem Foto zur Weiterschaltung nutzen.
Pause 10s
Bild 1
Stabilität und versenktes Montagesystem | Vergusslayer Die Tragsockel der Karbonstränge und die Ausparungsnischen für das Montagesystem (aus eigener Tiefziehfertigung) mit den Verankerungsbolzen.
Bild 2
Justierbare AufhängungenSkizzierung und Zuschnitt der Halter.
Bild 2
Justierbare AufhängungenAus dem Vollen: Bohren und Ausfeilen wegen Termindruck dieses Mal. Nächstes Mal lieber Laserfertigung ...
Bild 3
Justierbare AufhängungenVormontage für Grobausrichtung Modellbau in der Werkstatt.
Bild 3
Stabilität und versenktes Montagesystem | Vergusslayer Die Tragsockel der Karbonstränge und die Ausparungsnischen für das Montagesystem (aus eigener Tiefziehfertigung) mit den Verankerungsbolzen.
Bild 3
Stabilität und versenktes Montagesystem | Vergusslayer Die Tragsockel der Karbonstränge und die Ausparungsnischen für das Montagesystem (aus eigener Tiefziehfertigung) mit den Verankerungsbolzen.
Galerie
Bitte navigieren Sie mit --
Perfekte Oberflächen
Spiegelglatt in der Reflexion

Der Guss der Platten wird in Glasformen gemacht. Dadurch bekommen wir sehr glatte Oberflächen. Die glatten Oberflächen sind wichtig für die Präzision der Farbauslegung.
Nach der Auslegung wird der Beton mit Salzsäure etwas mattiert.

Bild 2
Mischen
Know-How

Unser selbstentwickelter Mischprozess für hochfeste Betone sieht gewöhnlich aus. Doch im Hinblick auf das Mischverhalten übertrifft die Kombination von Scherung, Schichtung und Verdrehung des Mischbades alle uns bekannten Verfahren.
Dadurch können wir von vornherein einen blasenarmen Beton herstellen, der unseren hohen Anforderungen an die Oberflächen Rechnung trägt.

Bild 2
Gute Wendung
Plattenware

Im Ausschalprozess Betons mit noch geringer Festigkeit bedarf es hoher Sorgfalt.
Im Bild sieht man die Auflagerplatte für den Guss (rechts) den Beton-Guss mit noch anliegender Glasplatte (mittig) und die angegurtete Wendeplatte (links) beim Umwendeprozess.

Bild 2
Richtiges Hinten für Vorn
Know-How

In ausgesparten Nischen auf der Rückseite der Betontafeln sind Stehbolzen eingegossen. An ihnen werden Halteschlaufen montiert, die um wenige Millimeter nach oben und unten sowie links und rechts verschiebbar sind.
Dadurch können die Tafeln an den späteren Stahlplatten präzise montiert werden - mit jeweils 4mm Abstand zwischen den Tafeln und genau gleicher Höhe.

Bild 2
Bordmittel
Unser 42er* Traktor

Für das Handling der Stahlplatten haben wir unseren alten Traktor aus der Scheune geholt.
Mit dem manuellen Kran an der Hydraulik hinten kann man alle Umlagerprozesse prima bewerkstelligen.

)*Heißt simpel so, weil er 42 PS hat

Bild 2
Magnet I
Magnetisch Süd-Ost & Jura

Es muss nicht immer eine teure Kernlochbohrmaschine sein.
Unsere alte Makita (Japan), als robuster bärenstarker Langsamläufer, anmontiert an unserem universellen Elektro-Magnethalter aus der Schweiz, ergibt eine präzise Bohr- und Senkstation für die Vielzahl an Durchstecklöchern.

Bild 2
Kongruente Plattitüde
Stege in Flucht

Für eine perfekte Parallelität der drei Platten zueinander müssen die über 50 Durchgangslöcher der Stahlplatten genau übereinander liegen.
Die Platten werden im Paket gebohrt und die jeweils äußeren Platten müssen für die versenkten Schrauben vorbereitet werden.
Anbei ein Detail mit Senkung und dem Blick in den passgenauen Plattenstapel.

Bild 2
Abstand halten
Geduld

Die Abstandhalter der Stahlplatten untereinander werden aus 16er Rund zugesägt, vom Zunder befreit, gebohrt und mit Gewinde versehen.
Für unsere Metallwerkstatt, mit ihrer guten Grundausrüstung, eine leichte Sache, trotzdem eine langwierige Arbeit, die ordentlich Geduld erfordert.
Solche Bauteile bekommt man nicht von der Stange - sie müssen selbst hergestellt werden.

Bild 2
Schwarz-Weiß
Farbe ist nicht immer angesagt

Die Stahlplatten werden zur Denkmalaufstellung in Betonfundamente eingelassen.
Damit das auf lange Sicht nicht zu Korrosionsproblemen führt, werden als Einguss-Ständer rostfreie V4A-Bolzen angeschweißt.
In der Schweißtechnik bezeichnet man die „Verheiratung von rostfreiem mit rostanfälligem Material“ eine Schwarz-Weiß-Verbindung.

Bild 2
Scharfe Linie
Das Niveau muss stimmen

Anrisse in genauer Höhe und im Lot sorgen auf dem provisorisch aufgeständerten Denkmal für eine genaue Ausrichtung aller später montierten Tafeln.
Im Bild sieht man auch die forcierten Vorverrostung des Stahls. Der Salzsäure und Kupfersulfat mit Salzgemisch sei Dank.

Bild 2
Magnet II
Norden ist oben ?

Hier sieht man mal wieder, dass eine Magnetbohrstation einfach zur Grundausrüstung eines jeden Haushalts gehören sollte ...
Wie sollte man sonst orthogonale Bohrungen für Schraubgewinde an einer freien Platte genau im Körnerpunkt hinbekommen?
Im Übrigen ist so eine Magnethalterung wie ein Schweizer Messer: zusammen mit einem kurzen, angegurteten Trägerstück als Grundplatte sogar im Holzbau brauchbar.

Bild 2
Passt!
Laborbedingungen zuhaus

Weil das Denkmal später in Hanglage montiert wird, werden die Stahlplatten in sicherer Konstruktion auf unserem Hof mit Ausgleichskonstruktion aufgeständert.
So können wir alle Maße genau im Vorhinein festlegen und prüfen.
Auf dem Bild: Die erste muss stimmen! Mit der Montage der ersten Platte ergeben sich alle anschließenden Maße.

Bild 2
Das graue Band
Alles schon wetterfest

Auf dem Bild sieht man die anschließenden Betontafeln - noch unbeschriftet.
Zum Glück sind ohnehin alle Teile des Denkmals hinterher dem Wetter ausgesetzt. Von daher kann unsere Vorkonstruktion auch mal einen Regenschauer vertragen.

Bild 2
Fundament in Perlenschnur
Beachtete Totenruhe

Weil das Denkmal auf eventuell vorher genutztem Gräberfeld Platz finden soll, wird das Fundament als wenig als möglich eingreifend ausgeführt.
Dafür werden die Fundamentaushubstellen mit einer eigens in unserer Werkstatt angefertigten Halteschablone haargenau vordefiniert.
Dadurch sind lediglich minimale Ausschachtungen notwenig.

Bild 2
Weniger ist mehr
Die geschonte Grasnarbe

Eine der Hauptintentionen des Denkmals ist, die Grabsteine als fehlend darzustellen. Daher ist es dringend notwendig den „leeren“ Bereich auch unten möglichst unangetastet zu lassen - idealerweise sollte da nichts als Grasnarbe sein.
Daher sind die Einzelsockel äußerst schmal ausgeführt.
Mit der Zeit wird das Gras den ganzen unteren Bereich wieder komplett bewachsen und die „gewollt fehlende“ untere Kante der Grabsteinkontur bilden.

Bild 2
Pause 10s

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Backstage: Info zu diesem Seitenbereich
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Infotainment oder Information?

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Navigieren!
Bestimmen können, wo's lang geht!

Um das Scrollen möglichst zu reduzieren, setzen wir hier eine 2-stufige Menü-Navigation ein:
Alle Inhalte eines Projektes können einfach über die Kategorien links angewählt werden ( ). Dann findet sich eine weitere Unterteilung jeweils im Kasten oben hinter den -Symbolen.
Das ist zuerst ein wenig unbequemer als das Scrollen von oben nach unten. Wir sind jedoch sicher, es bündelt die Information besser.
Sie finden so rasch wieder, was sie wissen wollen und springen hin und her. Es wird Ihnen gefallen!

*Reduzierte Version für Smart-Phones.
Weit umfangreichere Infos ab Pad-Größe.
  • Clients
Jüdischer Friedhof Vöhl
Erinnerungskultur, Projekt Leader
  • Projekt
  • Oktober 2023
  • Vöhl
Jüdischer Friedhof Vöhl

Gegen das Vergessen

Ein Projekt auf Initiative des Förderkreises der Synagoge Vöhl e.V. durch Karl-Heinz Stadtler u.a.
Impuls aus der Stadt Dobra
Ursprung aus 2022

Nach dem Besuch des jüdischen Friedhofs in Dobra (Polen) und der Ansicht einer Gedenktafel wollte Karl-Heinz Stadtler ein ähnliches Projekt auch in Vöhl initiieren. In Dobra waren unter Federführung eines Schulleiters einer Schule die Geburts- und Sterbedaten der dort bestatteten Juden ermittelt und auf einer großen Tafel platziert worden.

Vorderansicht
Tafel auf dem jüdischen Friedhof im polnischen Dobra
Foto: Karl-Heinz Stadtler
Jüdischer Friedhof in Vöhl
Sanfte Präsenz

Die Gedenktafel in Beton auf Eisenblech wurde direkt auf dem jüdischen Friedhof aufgestellt.
Es wurde ein Platz am Rand ausgewählt, der zu den stehenden Grabsteinen hinweist und in die Hanglage eingebettet ist.

Was jetzt fehlt. Und das, was nie fehlen kann
Gestalterischer Tunnel
Vorderansicht

Diese beiden Aspekte umspannen unsere Gestaltungsidee: Mit dem Ergebnis der Grabsteine als Negativform in einer Stahlfläche zum einen und zum anderen deren Zusammenhalten mit einem umlaufenden Band aus Beton, das die dinglich nicht auslöschbaren Namen der Bestatteten im Relief trägt.

Förderkreis "Synagoge in Vöhl e. V."
Unser Auftraggeber

Mittelgasse 9
34516 Vöhl

Ansprechpartner:
Karl-Heinz Stadtler und Philipp Wecker (Vorstand)

Weiterführende Links
>> Webseite | Förderkreis Synagoge in Vöhl
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Konzept
Erste Skizzierung im Kopf

Hier unsere Antwort auf die Anfrage Karl-Heinz Stadtlers, nur wenige Stunden nach Erhalt der ersten Anfrage:

" [...] Ich denke gerade, die Konzeption sollte neben dem Gedenksteincharakter auch transportieren, dass es die fehlenden Grabsteine sind und nicht lediglich eine Aufzählung von Namen und Daten, wie bei einem Kriegsgräberdenkmal. Leerstelle spielt eine große Rolle. Mir schwebt gerade die Silhouette einer Grabsteinreihe in „negativ“ vor – also wo Grabsteine (3, 4 Stück) waren, ist Leerraum und der Bereich zwischen den Grabsteinen ist mit Stein (Corten-Stahl, Beton etc.) gefüllt und trägt die hohe Anzahl an Namen in der „umgekehrten“ Luft schwebend.
Ich fürchte, ich kann das jetzt nicht genauer umschreiben, aber der Raum um die Silhouetten trüge, im wahrsten Sinne des Wortes, die dinglich gemachten Leerstellen, die mit der Einebnung entstanden sind. Wenn man die Umsetzung schlicht hält, entstünde schon visuell der Sinn der Gedenkstätte als symbolische Wiederherstellung.
Und hier sprächen wir schon von einer realen Größe von drei oder vier Steinen nebeneinander, also über zwei Meter in der Breite und über einem Meter in der Höhe. Dennoch wirkte das nicht wie ein massiver, überwältigender Block, es wäre visuell unterbrochen.

Das ist das, was mir gerade dazu ad hoc einfällt, ich gucke mal, ob ich das kurz skizziert bekomme, wenn du daran Interesse hast. [...]"

Bei Fragen bitte einfach anrufen 05631-3211 (Mo-Sa 7-19 Uhr)

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