Im rechten Bereich öffnen sich dann auswählbare -Tabs zur Kategorie.
LEADER-Projekt - Region Kellerwald-Edersee
Sanfte Präsenz
Die Gedenktafel in Beton auf Eisenblech wurde direkt auf dem jüdischen Friedhof aufgestellt.
Es wurde ein Platz am Rand ausgewählt, der zu den stehenden Grabsteinen hinweist und in die Hanglage eingebettet ist.
Gestalterischer Tunnel
Diese beiden Aspekte umspannen unsere Gestaltungsidee: Mit dem Ergebnis der Grabsteine als Negativform in einer Stahlfläche zum einen und zum anderen deren Zusammenhalten mit einem umlaufenden Band aus Beton, das die dinglich nicht auslöschbaren Namen der Bestatteten im Relief trägt.
Foto: Karl-Heinz Stadtler
In einem kurz darauf folgenden Termin machten wir uns mit dem Ort vertraut und fanden genau alles vor, wie zuvor ungesehen ausgemalt.
Letztlich entsprach die Ausführung dem groben Vorentwurf in Gänze, was auch der Auftraggeber in der Einweihungsrede unterstrich: "Das, was nun hier steht, entspricht eigentlich genau dem, was uns Christian Schnatz eingangs skizzierte."
In unserer ersten Antwort-E-Mail auf die Anfrage von Karl-Heinz Stadtler nach wenigen Stunden stand im Grunde schon unser Konzept. Der besagte Vorentwurf dazu folgte wenige Tage später (siehe Bild rechts).
Mittelgasse 9
34516 Vöhl
Ansprechpartner:
Karl-Heinz Stadtler und Philipp Wecker (Vorstand)
Sichtbar machen, was nicht da ist
Foto: Ulrich Müller
Ein stiller Informationsträger
Stelen eignen sich in ihrer Schlichtheit ideal für den Transport von Informationen - sie treten ganz in den Hintergrund und schaffen eine simple Präsenz, die nicht mit dem Inhalt konkurriert.
Höhe, Tiefe, Breite und dazu ein Werkstoff.
Die Quaderform ist unschlagbar, unverspielt und technisch gut umsetzbar. Bei diesem Projekt fiel unsere Wahl auf ein Format, dass kommunikativ den Raum eines Menschen beschreibt (185x50x15cm). Der Werkstoff ist Corten-Stahl, der sich ausgezeichnet im Außenbereich eignet, ab einem Status nicht mehr korrodiert* und als angenehmer Kontrast zum hellen Grau der Betontafeln harmoniert.
Stelenensemble - ein ungewöhnliches Wort für aufgefächerte Information.
Nebeneinander gruppierte Stelen fassen verschiedenerlei Daten einmütig zusammen und sind so eine gute Basis für vielschichtige Projekte.
)*Aktuell ist dieser Status nicht erreicht. Wegen des Termins bestand nicht die Möglichkeit eines "Vorrostens".
Verkehrssicherungspflicht
Bei Projekten im öffentlichen Raum stellt sich die Frage nach der Sicherheit. Und hier kann insbesondere die Stele punkten:
Sie ist bei diesem Projekt in der Ausführung von 4-6mm Blechstärke ohne technische Hilfsmittel wie Kran etc. gut handhabbar und kann sicher und standfest verankert werden.
Die Befestigungsschrauben können als Sonderschrauben ausgelegt werden, so dass eine Demontage erschwert oder völlig verhindert wird.
Bei bodengleicher Fundamentform ist die Stele komplett rückbaubar. Mit Fundamentschraubankern ist sie sogar wiederholt temporär einsetzbar.
Hierauf sind wir besonders stolz: die Montage der Stelen über ein verschraubbares Inlay - zuerst mit Distanzstücken montiert perfekt in Höhe und Lot eingestellt, dann demontiert und fest mit den Bodenankern verschraubt. Zum Schluss wird der Stelenkörper aufgesetzt und alles sicher fixiert.
Alle Werkstoffe sind gut aufeinander eingestellt, was Kontaktkorrosion angeht. Stehende Wasserflächen werden vermieden. Durch Wahl von V4A-Stählen und Schrauben, teilweise mit Kunststoff entkoppelt, gibt es auch in der weiteren Zukunft keine Probleme.
Wenn eine Beschriftung wirklich lange halten soll, ist eine Einprägung der Lettern in eine robuste Oberfläche erste Wahl. Am besten in Bronze oder Stein.
Für einen Kontrast verfüllt man eine witterungsfeste Farbe in diese Einprägungen und sorgt für gute Haftung zwischen Farbe und Oberfläche - fertig.
Richtig gemacht hält das Jahrzehnte.
Statt Stein: High-Pressure-Concrete mit Druckfestigkeiten jenseits der 100N/mm² und kaum Wassereindringtiefe - die beste Beton-Basis für Reliefs.
Die Verarbeitung erfordert spezielle Mischsysteme und ausgeklügelte Entlüftungsstrategien. Mehr dazu finden Sie in dem Unterpunkt Beton - Schablonentechnik.
Haarfein - Ausgelegtes Farbrelief im Detail
Spezielle Mischverfahren für HPC-Betone
Das in den Beton eingegossene Relief wird mit einem Pinsel mit Farbe* betupft. Nach Trocknung wird die überschüssige Farbe mit einem Zieheisen abgeschabt.
[siehe Bild oben mit Vorher-Nachher-Option]
In nachfolgenden Prozessen werden letzte Farbreste auf der Oberfläche noch nass verschliffen und Glanzunterschiede in der Betonoberfläche mit sanftem Säureeinsatz homogenisiert.
[siehe Bild unten]
Wir haben hier mehr Informationen dazu. Wir haben hier mehr Informationen dazu.
)* Alkydfarbe, mit metallischen Pigmenten eingefärbt
Die Schrifttafeln mussten für dieses Projekt einige Eckpunkte erfüllen. Das erfüllten wir durchweg mit eigenen Lösungen, komplett aus unserer Werkstatt.
Guss auf Glasplatte
Versenktes Montagesystem
Justierbare Aufhängungen
Armierung mit Karbonfasern
In den Eindrücken rechts finden Sie Fotos aus dem Prozess mit kurzen Beschreibungen.
Nutzen Sie gern den Bildlaufregler oder die Pfeile.
Im Pause-Modus können Sie bequem die Pfeile unter dem Foto zur Weiterschaltung nutzen.
Mit diesem Schieber können Sie die Fotos individuell ablaufen lassen.
Im Pause-Modus können Sie bequem die Pfeile unter dem Foto zur Weiterschaltung nutzen.
Infotainment oder Information?
Puzzeln oder das Bild im Ganzen sehen?
Weil Ihr Bildschirm* so schön groß und breit ist, nutzen wir hier im Bereich "Projekte" sein Format für "echte" Navigation mit großer Informationstiefe.
*) Wenn Sie diese Seite mit dem Smartphone aufrufen, wird eine spezielle Version zum Scrollen bei reduzierter Information angeboten
Bestimmen können, wo's lang geht!
Um das Scrollen möglichst zu reduzieren, setzen wir hier eine 2-stufige Menü-Navigation ein:
Alle Inhalte eines Projektes können einfach über die Kategorien links angewählt werden (
). Dann findet sich eine weitere Unterteilung jeweils im Kasten oben hinter den -Symbolen.
Das ist zuerst ein wenig unbequemer als das Scrollen von oben nach unten. Wir sind jedoch sicher, es bündelt die Information besser.
Sie finden so rasch wieder, was sie wissen wollen und springen hin und her. Es wird Ihnen gefallen!
Ab dem Format Tablet/quer gibt es umfangreichere Infos.
Erinnerungskultur, Projekt Leader
Gegen das Vergessen
Ein Projekt auf Initiative des Förderkreises der Synagoge Vöhl e.V. durch Karl-Heinz Stadtler u.a.Ursprung aus 2022
Nach dem Besuch des jüdischen Friedhofs in Dobra (Polen) und der Ansicht einer Gedenktafel wollte Karl-Heinz Stadtler ein ähnliches Projekt auch in Vöhl initiieren. In Dobra waren unter Federführung eines Schulleiters einer Schule die Geburts- und Sterbedaten der dort bestatteten Juden ermittelt und auf einer großen Tafel platziert worden.
Foto: Karl-Heinz Stadtler
Sanfte Präsenz
Die Gedenktafel in Beton auf Eisenblech wurde direkt auf dem jüdischen Friedhof aufgestellt.
Es wurde ein Platz am Rand ausgewählt, der zu den stehenden Grabsteinen hinweist und in die Hanglage eingebettet ist.
Gestalterischer Tunnel
Diese beiden Aspekte umspannen unsere Gestaltungsidee: Mit dem Ergebnis der Grabsteine als Negativform in einer Stahlfläche zum einen und zum anderen deren Zusammenhalten mit einem umlaufenden Band aus Beton, das die dinglich nicht auslöschbaren Namen der Bestatteten im Relief trägt.
Unser Auftraggeber
Mittelgasse 9
34516 Vöhl
Ansprechpartner:
Karl-Heinz Stadtler und Philipp Wecker (Vorstand)