Projekte / Gestaltung
 


Betonfeinguss. Keil im üblichen Formbau, Körper im speziellen Verfahren.

 
 
Pflicht und Kür - die Fähigkeiten erweitern und erhalten
Im Rahmen eines Kunstwettbewerbs der Synagoge in Vöhl habe ich eine Stele aus Beton hergestellt.
Das Wettbewerbsthema lautet ERINNERN - WACHEN - ERLEBEN.
Neben dem sinnfüllenden Kreativprozess ist das für mich auch die Aufforderung neue Wege zu gehen.
So nutze ich die Realisation von solchen Stücken immer auch für neue Arbeitstechniken. Es ist wie eine nahtlose Fortführung des Gestaltungsgedankens hinüber in die Arbeit mit der Hand und Werkzeug.
Schön ist, wenn das Kunstobjekt fertig ist und die Werkstatt verlassen hat, dass die damit verbundenen neuen Fähigkeiten nicht mitgehen, sondern bleiben.

Am Sockel der Stele ist ein QR-Code angefügt, der zu einer speziell zugeschnittenen Information führt, was die Stele anbelangt.
Sie können die Information hier aufrufen.
 
 
Gebündelt
35x22x151cm 120kg Betonfeinguss, Jute, Teer
Detail Keil - Spreizung
Unter Spannung
Die Arbeit
Nachdem die Idee scharf umrissen war, musste ich erkennen, dass die bisherigen Herstellungsansätze für Betonobjekte nicht ausreichten:
Wichtig war, dass das Ganze nicht als Aufbau- oder Modellierarbeit, sondern als kompletter Guss realisiert werden sollte. Kein Stückwerk. Und dabei noch einmal die Vorgabe, dass die Oberfläche nicht glatt, sondern strukturiert sein sollte, eben doch schon wie eine Modellierarbeit.

Bronzeguss
So betrachtet ist man halbschrittig beim Bronzeguss angekommen, wo eine Urform modelliert und dann dünn negativ abgeformt wird. Diese Form wird wieder positiv und ebenso dünnwandig aufgearbeitet. Dieses Positiv ist letztlich die Bronzehaut des Objektes. Die Form innen und außen ist verloren.

Warum nicht einfache Gipsabformung?
Wer die alkalischen Eigenschaften des Betons kennt, weiß, dass selbst eine ordentliche Trennschicht den Beton nicht abhält, den Gips anzugreifen. Macht man die Trennschicht ordentlich dick, verliert man Details, Auch die Größe des Objektes macht die Arbeit mit Gips schwierig: Zum einen die starke Schwindung und dazu die Handhabung des Gewichtes.

Zutatenkaleidoskop
Ein vielversprechender Ansatz war dann eine Mischung der Materialien aus dem Bronzeguss, was Abfolge und Anordnung anging, mit einer Umkehrung.
Doch an dieser Stelle machen wir das Nähkästchen zu, denn man muss man schon mal im eigenen Sinne etwas für sich behalten.
Daher gibt es lediglich ein paar unkommentierte Bilder und die nicht aus dem gesamten Prozess.